Kuba-Tipps: 5 Dinge, die wir gern vor der Reise gewusst hätten

Kuba-Tipps: 5 Dinge, die wir gern vor der Reise gewusst hätten

Gefühlt ist unser letzter Abend in Guardalavaca schon eine halbe Ewigkeit her, in Wirklichkeit nur zehn Tage. Zehn Tage, die wir uns Zeit nahmen, um unsere Kuba-Reise Revue passieren zu lassen und – trotz aller unvergesslichen Momente – einmal kritisch zu beäugen. Damit auch die Nachwelt etwas davon hat, folgen nun ein paar Reisevorbereitungs-Tipps für alle künftigen Selbstversorger und Individualurlauber.

1. Probleme mit Apple-Produkten

Tägliches Szenario: Während Thiemo mit seinem Android-Smartphone bereits frohlockend surfte, suchte ich mit meinem iPhone noch nach einem geeigneten Sitzplatz, damit sich überhaupt eine Seite öffnete.

Thiemo beim Surfen
Wenigstens einer war glücklich 😉

Doch nicht nur die WLAN-Verbindung schwankte stark, ich konnte mit meinem geliebten Apple-Gerät auch keine Apps aktualisieren, geschweige denn im Store welche herunterladen. Stets bekam ich die Mitteilung, dass der Download oder die Aktualisierung von diesem Land (Kuba) nicht unterstützt wird. Uff!! Wir wussten ja, das Kuba ein schwieriges Verhältnis zum Internet und zu den USA hat, doch dass sich diese „Probleme“ auch auf den Apple-Store auswirken, haben wir nicht erwartet.

Pärchen in Kuba
So oder so ähnlich habe ich geschaut, wenn bei mir mal wieder nichts klappen wollte…

Daher unser Tipp: Wer ein iPhone besitzt und damit nach Kuba reisen will, sollte auf jeden Fall vor Urlaubsantritt alle Apps aktualisieren und downloaden.

2. Achtung, es wird laut in Kuba!

Kubaner lieben Musik. Doch anders als wir, nehmen sie riesige Ghettoblaster mit an den Strand und hören dort laut Musik spanische Charts. Und zwar so laut, dass es für empfindliche Ohren wie unsere manchmal kaum auszuhalten war. Vor allem nachts sind die lauten Bässe der Strand-DJs sehr gewöhnungsbedürftig. Aber hey: andere Länder, andere Sitten. 🙂

Boxen Kuba
Auch unser geliebter Boulevard wurde jeden Freitag liebevoll beschallt

Unser Tipp: Nehmt euch auf jeden Fall ausreichend Ohropax mit. Die Stöpsel schützen nicht nur vor lauter Musik, sondern auch vor geräuschvollen Klimaanlagen. Wir hatten an beiden nächtlichen Geräuschkulissen sehr viel Freude. 😉

3. Warum Anti-Mückenspray niemals gut riechen sollte

Irgendwann leerten sich während unseres Kuba-Aufenthalts unsere Vorräte an Insektenschutz. Das war blöd, da wir aufgrund der Planwirtschaft befürchteten, dass wir nicht einfach so in einen Laden spazieren und Anti-Mückenspray kaufen können. Das war glücklicherweise nicht so. Bereits im vierten Supermarkt fanden wir dann für umgerechnet acht Euro eine mittelgroße Flasche Insektenschutz. Diese kubanische Ausführung konnte jedoch nur eins: gut riechen. Noch am Abend sahen wir wie Streuselkuchen aus.

Unsere Tipps: Nehmt euch entweder ausreichend Insektenschutz aus Deutschland mit. (Wir hatten zwei Flaschen mit, die bei täglicher Anwendung für etwa drei Wochen reichten). Oder ihr stattet mal einem Souvenirladen in einem nahe gelegenen Hotel einen kleinen Besuch ab. Wir wurden an unserem vorletzten Kubatag im Hotel Atlantico fündig. Zwar war dieses Spray im Vergleich zu deutschen Exemplaren ebenfalls sehr teuer, bisher hilft es uns aber ganz gut.

Hotel Atlantico Club Amigo
Im nahe gelegenen Hotel konnten wir mit Anti-Mücken-Spray eindecken

Apropos Hotel: Hier fanden wir zu unserer Überraschung auch die grün-weißen Internetkarten, die wir bis dato nur in den jeweiligen ETECSA-Läden käuflich erwerben konnten. Für Touris im Hotel gibts die für den gleichen Preis einfach so – ohne langes Warten und ohne Reisepass.

Internetkarten
Ohne WLAN-Karte kein Internet

4. Keine ATM, was nun?

Vielleicht folgt nun ein Tipp, den man nicht zwingend vor seiner Kuba-Reise wissen muss, aber der während seines Aufenthaltes Gold wert ist – und zwar geht es ums Thema Geldabheben.

In Guardalavaca, unserem beschaulichen Domizil für dreieinhalb Wochen, gab es keine ATM. Der nächste Geldautomat lag eine etwa 30-minütige Taxifahrt entfernt.

Guardalavaca Boulevard
Auf dem Weg zur Wechselstube

Unsere Tipps: Entweder ihr nehmt ausreichend Bargeld mit oder ihr lasst euch in der Wechselstube Geld auszahlen. Was wir nämlich wussten, in Guardalavaca (und sicher auch in anderen touristischen Orten Kubas) kann man in Wechselstuben mit seiner Kreditkarte Cucs abheben lassen. Allerdings müsst ihr bei diesem Prozedere viel Zeit einplanen. Wir können davon ein Lied singen. Aber: Es hat immer geklappt.

5. Selbstverpflegung in Kuba und ihre Hürden

Wer in Kuba selber kochen will, sollte sich auf jeden Fall noch in Deutschland mit folgenden Küchenutensilien/Lebensmitteln eindecken:

Kochen Kuba
Unsere tägliches Koch-Kuba-Gadgets
  • Salz & Pfeffer (hatten wir zum Glück mit)
  • ein kleines, scharfes Messer
  • Kartoffelschäler/Sparschäler für Gurken, sonstige Knollen und Süßkartoffeln (vor Ort gekauft)
  • einen kleinen Trichter für die Milch (wir haben uns einen mithilfe eines Joghurtbechers gebastelt)
  • Stoffbeutel (um den kubanischen Tütenwahnsinn etwas entgegenzuwirken)
Strand Kuba
Unser treuer Gefährte: der Moin-Stoffbeutel aus Baltrum

Eine Sache, die wir ebenfalls ganz oft vermisst haben, war ein Mixer. Zum Glück hatten wir eine nette Nachbarschaft, die uns hin und wieder einen Standmixer ausgeliehen hat und wir so die Möglichkeit bekamen, leckere Bananen-Shakes oder Piña-Colada selbst zu zaubern. Wer jedoch Platz in seinem Gepäck hat, sollte sich auf jeden Fall einen kleinen Stabmixer einpacken, den die kosten in Kuba richtig viel (ab 75 Euro aufwärts).

Frühstück Früchte Kuba
Bananen-Milchshakes waren unsere Spezialität

Das wars von uns, aus einem Coworking-Space im Stadtteil Bandar Baru Bangi in Kajang.

Instagram Coworking Space Kajang

4 Kommentare zu „Kuba-Tipps: 5 Dinge, die wir gern vor der Reise gewusst hätten“

    1. Hallo, vielen Dank für deine nette Nachricht. Uns freut es riesig, wenn wir dir helfen konnten. Falls du weitere Fragen haben solltest, schieß einfach drauf los. Wir versuchen, so schnell wie möglich zu antworten. Liebe Grüße aus Malaysia, Mia & Thiemo

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